Mausoleum von Mărășești: das Mahnmal der Schlacht von 1917
Das Mausoleum von Mărășești (Mausoleul de la Mărășești) im Kreis Vrancea ist ein Mahnmal für die Schlacht von Mărășești 1917 und für die im Ersten Weltkrieg gefallenen rumänischen Soldaten. 1938 eingeweiht, birgt es die Gebeine von 5073 Soldaten und Offizieren und steht unter Denkmalschutz.
„Pe aici nu se trece“ („Hier kommt keiner durch“) lautete im Sommer 1917 der Wahlspruch der rumänischen Armee; das Mausoleum auf dem Schlachtfeld brauchte rund 15 Jahre und birgt heute 5073 Soldaten und Offiziere.
Die Geschichte des Mausoleums von Mărășești
Das Mausoleum steht dort, wo im Sommer 1917 eine der großen Schlachten der rumänischen Front stattfand. Mărășești liegt im strategisch wichtigen Gebiet des Focșani-Tors, und die Mittelmächte wollten genau hier durchbrechen. Feldmarschall August von Mackensen eröffnete den Angriff am 6. August 1917, und die Kämpfe zogen sich entlang des Flusses Siret hin. Rumänien war da bereits großenteils besetzt, doch der deutsche Versuch, die rumänische Armee unter General Eremia Grigorescu zu zerschlagen, scheiterte, und der Norden des Landes blieb frei. Der Wahlspruch der Armee in der Schlacht lautete „Pe aici nu se trece“. Die rumänischen Verluste waren schwer, mehr als 20 000 Soldaten und Offiziere fielen. Unter den Toten war die Heldin Ecaterina Teodoroiu.
Ein nationaler Wettbewerb wählte den Entwurf der Architekten George Cristinel und Constantin Pomponiu aus, die einen Preis von 40 000 Goldlei erhielten. Die Arbeiten begannen am 28. September 1924, wurden unterbrochen und nach 12 Jahren, 1936, wieder aufgenommen. Emil Wilhelm Becker, Bildhauer des Königshauses, schuf 1924 die Skulpturen der Kapelle und des Kryptainneren. Das Reliefband rund um den Sockel der Kuppel, das Szenen der Schlacht zeigt, stammt von Cornel Medrea und Ion Jalea, die Innenmalerei von Eduard Săulescu. König Carol II. weihte das Denkmal am 18. September 1938 ein. Insgesamt dauerte der Bau rund 15 Jahre.
Heute bergen die Gewölbe die Gebeine von 5073 Soldaten und Offizieren in 154 Einzelkrypten und 9 Gemeinschaftskrypten entlang von 18 Gängen. Drei Personen sind als hier bestattet genannt: General Eremia Grigorescu (1863–1919), Grigore Ignat (1889–1917) und Maria Zaharia (1905–1917). Ein Kenotaph erinnert an Henri Cihoski (1871–1950). Zur Einweihung 1938 wurde eine Jubiläumsmedaille von 60 mm Durchmesser in Gold, Silber und Bronze geprägt; auf der Vorderseite stehen sich die Könige Ferdinand I. und Carol II. gegenüber, auf der Rückseite ist das Mausoleum abgebildet. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz und ist auf einem 20-Lei-Geldschein der Rumänischen Nationalbank abgebildet. Es bleibt ein Ort des Gedenkens, den Besucher mit Respekt behandeln sollten.
Kuriositäten rund um das Mausoleum von Mărășești
- Der Wahlspruch der rumänischen Armee in der Schlacht, „Pe aici nu se trece“ („Hier kommt keiner durch“), wurde zum bekanntesten Satz im Zusammenhang mit Mărășești.
- Der Bau dauerte rund 15 Jahre: Die Arbeiten begannen am 28. September 1924 und wurden nach einer Pause von 12 Jahren 1936 wieder aufgenommen.
- Die Gruften bilden ein weites Netz: 154 Einzelkrypten und 9 Gemeinschaftskrypten entlang von 18 Gängen.
- Das Reliefband am Kuppelsockel mit Szenen der Kämpfe schufen zwei Künstler, Cornel Medrea und Ion Jalea.
- Zur Einweihung 1938 wurde eine Jubiläumsmedaille mit den einander zugewandten Bildnissen von Ferdinand I. und Carol II. in Gold, Silber und Bronze geprägt.
- Das Mausoleum ist auf einem 20-Lei-Geldschein der Rumänischen Nationalbank abgebildet.
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Das Mausoleum von Mărășești besuchen: Das lohnt sich
- Das Denkmal ist Mahnmal und Grabstätte zugleich; angemessen ist daher ein ruhiger, respektvoller Besuch.
- Außen prägen die Kuppel und das Relief an ihrem Sockel, das die Schlacht schildert, den Eindruck.
- Im Inneren erinnern die Krypten und die Ausmalung an die hier bestatteten Soldaten; auch ein Gedenkkreuz gehört zur Anlage.
- Die Quellen beschreiben keine Besuchsregelungen; prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten.
- Die Kirche von Borzești, etwa 51 km entfernt, und der Fernsehturm von Galați, etwa 81 km entfernt, sind die nächsten anderen Orte dieser Website.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Mausoleum von Mărășești
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Fotos: Mausoleum von Mărășești




Fragen
Was ist das Mausoleum von Mărășești?
Es ist ein Mahnmal und Ossuarium des Ersten Weltkriegs in Mărășești im Kreis Vrancea, der Schlacht von Mărășești und den im Krieg gefallenen rumänischen Soldaten gewidmet.
Wie viele Soldaten ruhen im Mausoleum von Mărășești?
Das Mausoleum birgt die Gebeine von 5073 Soldaten und Offizieren in 154 Einzelkrypten und 9 Gemeinschaftskrypten.
Wann wurde das Mausoleum von Mărășești gebaut?
Die Arbeiten begannen am 28. September 1924, wurden 1936 wieder aufgenommen und endeten mit der Einweihung durch König Carol II. am 18. September 1938.
Wer hat das Mausoleum von Mărășești entworfen?
Die Architekten George Cristinel und Constantin Pomponiu, Gewinner des Entwurfswettbewerbs. Das Kuppelrelief stammt von Cornel Medrea und Ion Jalea.
Was bedeutet „Pe aici nu se trece“?
Es heißt „Hier kommt keiner durch“. Es war der Wahlspruch der rumänischen Armee in der Schlacht von Mărășești 1917.
Was gibt es in der Nähe des Mausoleums von Mărășești zu sehen?
Die Kirche von Borzești liegt etwa 51 km entfernt, der Fernsehturm von Galați etwa 81 km; es sind die nächsten anderen Orte dieser Website.
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