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Die reformierte Burgkirche in Târgu Mureș
Kirche & KlosterSiebenbürgen

Burgkirche von Târgu Mureș: die älteste Kirche der Stadt

Die Burgkirche von Târgu Mureș (Biserica Reformată din Cetate, ungarisch Vártemplom) ist die älteste erhaltene Kirche der Stadt, eine spätgotische Hallenkirche mit hohem Turm innerhalb der mittelalterlichen Zitadelle. Im 14. und 15. Jahrhundert von Franziskanern erbaut, wurde sie im 16. Jahrhundert reformiert und ist ein lohnender Halt für Geschichte und Kirchenbaukunst im Kreis Mureș.

In dieser Kirche tagten 37 Landtage, und 1707 wurde hier Franz II. Rákóczi zum Fürsten gewählt. 2010 tauchte in einer alten Müllgrube der Zitadelle das Siegel eines mittelalterlichen Mönchs auf.

WoIn der Zitadelle von Târgu Mureș, Kreis Mureș, Siebenbürgen, Rumänien
ArtSpätgotische Hallenkirche, 14.–15. Jahrhundert, heute reformiert
Ideal fürKirchenarchitektur, siebenbürgische Geschichte und einen Spaziergang durch die alte Zitadelle
AnreiseIm Zentrum von Târgu Mureș; das Schloss Kemény in Brâncovenești liegt etwa 38 km entfernt, der Stundturm von Sighișoara etwa 40 km

Die Geschichte der Burgkirche von Târgu Mureș

Die Burgkirche ging aus einem Kloster hervor. Das Kloster in Târgu Mureș wird erstmals 1332 erwähnt, und gebaut wurde von der Mitte des 14. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Man unterscheidet drei Phasen: Von 1350 bis 1370 entstanden Kapelle und Kloster, von 1370 bis 1400 der Chor der Kirche, von 1400 bis 1450 wurden Kirche und Turm vollendet. Der Chor wurde im Herbst 1400 geweiht. 1444 übergab der Statthalter Johann Hunyadi das Gebäude den Observanten-Franziskanern, und im 15. Jahrhundert wurde das Kloster wegen der osmanischen Bedrohung befestigt.

Die Franziskanergemeinschaft war lebendig. Eine Urkunde von 1525 nennt 24 Brüder und ein Skriptorium, in dem Handschriften kopiert wurden. In der Kirche befand sich auch ein Kruzifix des Bildhauers Veit Stoß, das zur Zeit der Reformation entfernt und später in der römisch-katholischen Kirche von Eremitu im Niraj-Tal identifiziert wurde. In der Reformation wurde die Mehrheit der Stadtbewohner reformiert. Die Mönche wurden 1556 vertrieben, 1557 ging die Kirche an die reformierte Gemeinde über, deren Schule in der ehemaligen Sakristei ihren Betrieb aufnahm. Wandmalereien, die die Kirche vielleicht einst schmückten, sind fast vollständig verschwunden, weil der reformierte Glaube Kirchen ohne Bilder und Statuen verlangte.

Die folgenden Jahrhunderte waren bewegt. Die alten Klostergebäude wurden abgerissen, und sogar ihre Fundamente fanden Wiederverwendung in der 1611 begonnenen Stadtmauer, die das Gebiet zur Zitadelle machte. Die Kirche selbst litt, als 1602 kaiserliche Truppen unter Basta durchzogen, und 1658 wurden bei einem türkischen Angriff die Decke des Schiffs, die Fenster und die Orgel zerstört. Graf Mihály Teleki finanzierte zwischen 1685 und 1693 Reparaturen. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche zwischen 1785 und 1791; der Architekt Anton Türk gestaltete um 1790 die Decke um, 1789 folgte eine Barockorgel von Johannes Prause und 1841 ein Abendmahlstisch von György Bertúk.

Die Kirche spielte auch in der Landesgeschichte eine Rolle. Hier tagten 37 Versammlungen der siebenbürgischen Stände, und zu den Besuchern zählten König Ludwig I., Johann Hunyadi und Johann Sigismund. Am 1. November 1559 trat hier die erste allgemeine Synode der ungarischen Reformation zusammen, am 6. Januar 1571 bestätigte Johann Sigismund hier die Religionsfreiheit, und am 8. April 1707 wurde Franz II. Rákóczi zwischen ihren Mauern zum Fürsten gewählt. Heute ist sie die größte Kirche von Târgu Mureș, früher Große Kirche genannt, und ein Baudenkmal.

Kuriositäten rund um die Burgkirche von Târgu Mureș

  • Die Kirche hieß lange Große Kirche (ungarisch Nagytemplom) und ist bis heute die größte Kirche der Stadt.
  • 2010 wurde in einer ehemaligen Müllgrube der Zitadelle das Siegel eines Franziskaners aus Győr gefunden. Mönche aus fernen Klöstern wurden jährlich oder alle zwei Jahre zur Kontrolle anderer Klöster geschickt, damit ihre Berichte unparteiisch blieben.
  • Ein Kruzifix von Veit Stoß, das vor der Reformation für die Franziskanerkirche geschaffen wurde, wurde später in der römisch-katholischen Kirche von Eremitu im Niraj-Tal identifiziert.
  • Der gotische Turm mit vier Geschossen und je einem Türmchen an den Ecken des Dachs gilt als Vorbild für mehrere Kirchtürme der Umgebung, etwa in Sărățeni, Leordeni, Mitrești, Ceuașu de Câmpie und Ditrău.
  • Die Kirche ist eine Hallenkirche mit einem Schiff und einem Chor und insgesamt 52,7 Metern Länge; allein das Schiff ist 31,5 Meter lang und 14,2 Meter breit.
  • Nach ungarischen Quellen zeigt die dendrochronologische Untersuchung der Dachhölzer über dem alten Teil des Chors, dass der Großteil der Konstruktion mittelalterlich ist, mit Bäumen, die 1479–1480 gefällt wurden.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Burgkirche von Târgu Mureș besuchen: Das lohnt sich

  • Außen lohnt der Blick auf den gotischen Turm mit den Spitzbogenöffnungen im Glockengeschoss und den kleinen Türmchen auf dem Dach sowie auf das Westportal.
  • Innen ist die leicht gewölbte, mit Stuck verzierte Decke das Ergebnis des Umbaus um 1790 durch Anton Türk; nahe dem Eingang gibt es eine Empore.
  • Die Kirche steht in der mittelalterlichen Zitadelle von Târgu Mureș und lässt sich daher gut mit einem Spaziergang durch das alte Zentrum verbinden.
  • Besuchszeiten und Zugang zum Turm nennen die Quellen nicht; prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten.
  • Die nächsten weiteren Ziele auf dieser Website sind das Schloss Kemény in Brâncovenești (etwa 38 km), der Stundturm von Sighișoara (etwa 40 km), die Kirchenburg Biertan (etwa 46 km) und die Kirchenburg Saschiz (etwa 49 km).

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Burgkirche von Târgu Mureș

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Fotos: Burgkirche von Târgu Mureș

Târgu Mureș, Foto 1 (Datei mit dem Namen Barockbrunnen)
Foto: Kulja~rowiki, CC0, über Wikimedia Commons
Burgkirche von Târgu Mureș, Ansicht 1
Foto: Losy, CC BY-SA 3.0 ro, über Wikimedia Commons
Burgkirche von Târgu Mureș, Ansicht 2
Foto: Losy, CC BY-SA 3.0 ro, über Wikimedia Commons
Burgkirche von Târgu Mureș, Ansicht 3
Foto: Losy, CC BY-SA 3.0 ro, über Wikimedia Commons
Die reformierte Kirche in der Zitadelle, Târgu Mureș
Foto: Radueduard, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

Fragen

Wo liegt die Burgkirche von Târgu Mureș?

Sie steht in der alten Zitadelle von Târgu Mureș im Kreis Mureș in Siebenbürgen, Rumänien.

Wie alt ist die Burgkirche von Târgu Mureș?

Sie ist die älteste erhaltene Kirche der Stadt. Das Kloster wird erstmals 1332 erwähnt, und gebaut wurde etwa von 1350 bis 1450.

Wer hat die Burgkirche gebaut?

Franziskaner erbauten sie als Teil ihres Klosters. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert gehört sie der reformierten Gemeinde.

Warum heißt sie Burgkirche?

Sie steht innerhalb der Zitadelle von Târgu Mureș. Das Kloster wurde im 15. Jahrhundert wegen der osmanischen Bedrohung befestigt, und die Stadtmauer des 17. Jahrhunderts machte das Gebiet zur Zitadelle.

Welche wichtigen Ereignisse fanden in der Burgkirche statt?

Hier tagten 37 Versammlungen der siebenbürgischen Stände. 1559 trat die erste allgemeine Synode der ungarischen Reformation zusammen, 1571 wurde die Religionsfreiheit bestätigt, und 1707 wurde Franz II. Rákóczi zum Fürsten gewählt.

In welchem Stil ist die Burgkirche gebaut?

Sie ist eine spätgotische Hallenkirche mit einem Schiff, einem Chor und einem hohen vierstöckigen Turm. Die Decke im Inneren wurde um 1790 im Barockstil umgestaltet.

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