Esmahan-Sultan-Moschee in Mangalia: die älteste Moschee Rumäniens
Die Esmahan-Sultan-Moschee (Moscheea Esmahan Sultan) in Mangalia im Kreis Constanța wurde 1575 erbaut und gilt als älteste Moschee Rumäniens. Die Tochter eines Sultans gründete sie, antike Steine wurden verbaut, und noch heute umgibt sie ein Friedhof mit über 300 Jahre alten Grabsteinen.
Die Steinblöcke dieser Moschee von 1575 halten nicht durch Mörtel zusammen, sondern durch gegossene Stahlklammern in gebohrten Löchern; die Steine selbst stammen aus den Ruinen des antiken Callatis.
Die Geschichte der Esmahan-Sultan-Moschee
Die Moschee stammt aus dem Jahr 1575, der osmanischen Zeit. Erbaut hat sie Ismihan, in Rumänien als Esmahan Sultan bekannt, eine Tochter von Sultan Selim II., der von 1566 bis 1574 regierte, und von Nurbanu Sultan. Sie war zugleich die Frau des osmanischen Großwesirs Sokollu Mehmed Pascha. Der Name der Stifterin wird in den Quellen unterschiedlich geschrieben, doch die Moschee trägt heute den Namen Esmahan Sultan.
Ein Team türkischer Handwerker errichtete das Gebäude aus behauenen Steinen, die aus den Ruinen von Callatis geborgen worden waren. Die Blöcke wurden ohne jedes Bindemittel gesetzt und nur mit gegossenen Stahlklammern gesichert, die in gebohrte Löcher im Stein eingelassen sind. Am Eingang stehen Eichenstützen. Im Inneren tragen die Wände weder religiöse Malereien noch anderen Schmuck, und die Decke ist mit feinen Holzarbeiten verziert. Der Brunnen im Hof wurde aus Stein eines alten römischen Grabes errichtet.
Neben der Moschee liegt ein Friedhof, der ebenso hoch geschätzt wird wie das Bauwerk selbst und muslimische Gräber enthält, die über 300 Jahre alt sind. In der kommunistischen Zeit wurde das Gotteshaus vernachlässigt: Unkraut überwucherte es, und der Friedhof hatte keinen Zaun. Nach 1989 wurde die Moschee mit Hilfe der Stadtverwaltung von Mangalia wieder hergerichtet, und einige Jahre nach der Revolution wurden die alten türkischen Gräber und das Gebäude instand gesetzt und der Hof mit einem hohen Zaun umgeben.
Ein weit größerer Eingriff folgte 2008, als die Moschee von den Fundamenten an neu aufgebaut wurde. Das alte Dach wurde abgenommen, um durch ein neues ersetzt zu werden, der Innenputz wurde erneuert, und das stark geneigte Minarett wurde in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Auch der Brunnen im Hof, der 1959 zugeschüttet worden war, wurde wiederhergestellt, damit sein Wasser wieder für die rituelle Waschung der Toten genutzt werden kann. Heute dient die Moschee der türkisch-tatarischen muslimischen Gemeinde der Gegend, und sowohl Moschee als auch Friedhof stehen in Rumänien unter Denkmalschutz.
Kuriositäten rund um die Esmahan-Sultan-Moschee
- Die behauenen Steinblöcke wurden ohne Bindemittel verbunden: Die Baumeister verwendeten nur gegossene Stahlklammern in gebohrten Löchern.
- Die Steine für die Mauern stammen aus den Ruinen des antiken Callatis, der Hofbrunnen wurde aus dem Stein eines alten römischen Grabes gebaut.
- Die Stifterin war Sultanstochter und Großwesirsgattin: Esmahan Sultan, Tochter von Selim II. und Nurbanu Sultan, verheiratet mit Sokollu Mehmed Pascha.
- Vor den Arbeiten von 2008 war das Minarett stark geneigt; beim Wiederaufbau wurde es in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
- Der 1959 zugeschüttete Hofbrunnen wurde 2008 wiederhergestellt, damit sein Wasser wieder der rituellen Waschung der Toten dienen kann.
- Die Grabsteine auf dem Friedhof neben der Moschee sind über 300 Jahre alt.
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Die Esmahan-Sultan-Moschee besuchen: Das lohnt sich
- Im Inneren fallen der Minbar (Kanzel) gegenüber dem Eingang, die Mihrab-Nische daneben und die geschnitzte Holzdecke auf. Die Wände sind frei von religiösen Malereien.
- Außen geben die Vorbaupfeiler und die Holzgeländer dem Gebäude ein besonderes Aussehen, und Wendeltreppen führen zur Terrasse des Minaretts.
- Der alte muslimische Friedhof neben der Moschee gehört zum Besuch und steht selbst unter Denkmalschutz.
- Die Moschee ist ein aktives Gotteshaus der örtlichen türkisch-tatarischen Gemeinde; prüfen Sie daher vor der Anreise die aktuellen Besuchsbedingungen und Öffnungszeiten.
- Der Genueser Leuchtturm, der nächste andere Ort dieser Website, liegt etwa 41 km entfernt.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Esmahan-Sultan-Moschee
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Fotos: Esmahan-Sultan-Moschee





Fragen
Wo liegt die Esmahan-Sultan-Moschee?
Sie steht in der Stadt Mangalia im Kreis Constanța in Rumänien.
Ist die Esmahan-Sultan-Moschee die älteste Moschee Rumäniens?
Ja, sie gilt als älteste Moschee Rumäniens und wurde 1575 erbaut. Die rumänische Wikipedia nennt sie das älteste noch bestehende muslimische Gotteshaus des Landes.
Wer hat die Esmahan-Sultan-Moschee gebaut?
Esmahan Sultan, Tochter von Sultan Selim II. und Frau des Großwesirs Sokollu Mehmed Pascha, ließ sie 1575 errichten.
Woraus besteht die Moschee?
Aus behauenen Steinen, die aus den Ruinen des antiken Callatis geborgen wurden und ohne Bindemittel mit gegossenen Stahlklammern in gebohrten Löchern verbunden sind.
Gibt es bei der Moschee einen Friedhof?
Ja. Ein muslimischer Friedhof mit über 300 Jahre alten Grabsteinen grenzt an die Moschee; beide stehen unter Denkmalschutz.
Wird die Moschee noch für Gottesdienste genutzt?
Ja. Sie dient der örtlichen muslimischen Gemeinde, überwiegend türkischer und tatarischer Herkunft; prüfen Sie daher vor dem Besuch die Besuchsbedingungen.
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